Einblick „Responsibility Process“

verantwortungsprozess

In einem Kurs zum Agile Leadership wurde uns der „Responsibility Process“ – Verantwortungsprozess vorgestellt. Es dauerte eine Weile  um den Kerngedanken darin zu verstehen und verlangt auf jeden Fall eine gewisse Selbstdisziplin sich daran zu messen bzw. den Prozess in Gänze zu verstehen.

Bezogen auf die agile Methode Scrum hat es folgenden Impact:

Teams geben vor jedem Sprintstart ihr Commitment ab, aber das bedeutet Sie gehen eine Verpflichtung ein (Obligation). Nur wie bekommen wir Teams, Mitarbeiter in die Verantwortung (Responsibility). Genau das will uns Christopher Avery mit diesem Prozess näher bringen und uns zur Selbst-Reflexion auffordern.

Im Prinzip geht es vorrangig darum die Intention zu erlangen, was beabsichtige ich. Gefolgt von der Awareness, sich bewusst zu machen was ich möchte und was für eine Strategie strebe ich an, um zum Schluss sich damit auseinander zu setzen, die Konfrontation aktiv zu erkennen.

Für mich persönlich geht es dabei um mentale Erkenntnisse und um die Reflexion seiner selbst, was kann ich tun Verantwortung zu erkennen, daraus schlussendlich einen Lern-Prozess zu aktivieren um Probleme aus der Welt zu schaffen.

Folgende Stufen erläutert C.Avery dabei:

resp_prozess

Quelle: christopheravery.com

  1. Denial – Leugnen / Ignorieren (z.BSP. Probleme)
  2. LAYBLAME – jemand anderen die Schuld geben
  3. JUSTIFY – den Umstanden die Schuld geben
  4. SHAME – uns selbst die Schuld geben
  5. OBLIGATION – in die Handlung gehen durch Verpflichtung (non creativ)
  6. QUIT – man entzieht sich P. 4 & 5 und flieht – die innere Kündigung

7. RESPONSIBILITY – seine kreative Kraft / Fähigkeit ausschöpfen, um sich jede Situation zu eigen machen und vollständig in Verantwortung gehen

Schlusswort

Der Prozess wird auch für mich eine große Herausforderung im weiteren Alltag sein. Aber mein Ziel wird sein sich täglich an diesen Prozess zu erinnern, um am Ende produktiver zu sein, in dem man sein ganzes kreatives Potenzial nutzt. Bezogen auf Scrum wird ein Ziel sein, das Teams in die Verantwortung gehen, wenn Sie das Commitment aussprechen, um die Ihnen übertragenden Aufgaben gestalterisch zu lösen.

Ein Kommentar zu „Einblick „Responsibility Process“

  1. Guter Artikel, allerdings sehe ich die Verbindung zu Scrum etwas anders. Bei Christopher Avery geht es um das Individuum. Das (Team) Commitment in Scrum ist im Sinne von Avery und dem ScrumGuide perse keine Verpflichtung (Obligation), denn das Team agiert aus freiem Willen, mit seiner Power und seinen Fähigkeiten. Jedes Ritual ist Inspect und Adapt. Das Team in die Responsibility zu bringen, geht nur über den Einzelnen. Wenn wir über den Responsibility Process sprechen, müssen wir unbedingt den Blick auf das Individuum lenken und bei uns selbst anfangen. Lernen, Vorleben, Anwenden und irgendwann meinem Team davon erzählen. Lead yourself first – Share – Develop.

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