Teil 1: Erste Schritte in die Agilität

Jedes Unternehmen kann von der Effizienzsteigerung profitieren und das ohne in einem groß angelegten Veränderungsprozess Scrum, Kanban oder ein anderes Framework einführen zu müssen. Die ersten Schritte in die Agilität sind klein und leicht umsetzbar, aber als Erstes muss immer die Erlaubnis vom Management gegeben sein und das agile Manifest verstanden. Ist Befugnis erfolgt, sollte erst eine Gruppe von Willigen gefunden werden und ein sogenanntes Transitionsteam aufgestellt werden.

tteam


Dabei ist es wichtig von Anfang an gleichzeitig Change Management und Wissensmanagement zu betreiben. Denn nichts ist schlimmer als Mitarbeiter nicht mit zunehmen. Das erste Team dient nach der Einführungsphase als agiles Serum für alle, um jeden vom *neuen Weg* zu überzeugen.

In jedem Unternehmen gibt es Bereiche die von agilen Prozessen profitieren können. Die Einführung und der damit verbundene Aufwand hält Unternehmen jedoch häufig ab, Methoden zu ändern. Sie bleiben lieber bei ihrer altbekannten Herangehensweise (Komfortzone).  Dabei muss man als Unternehmen nicht gleich Kaikaku forcieren, sondern kann Schritt für Schritt nach Kaizen vorgehen. Die dafür anzustrebenden Prozessanpassungen müssen als erstes identifiziert werden.


Als Empfehlung daher:

 1 agiles Team aufstellen

Die Anpassungen lassen sich unabhängig voneinander in jeweils drei Stufen einführen:

Stufe 1 – Kommunikation fördern

Einführung von Daily Standup zu einer festen Zeit, denn tägliche Kurzbesprechungen mit maximalen Aufwand von 15 Minuten (Timebox) helfen Teams die Abstimmungen und gegenseitige Unterstützung zu fördern, es ist der erste Schritt in Richtung agiles Vorgehen.

Tägliche Einsatzbesprechungen sind die notwendige Grundlage für effektive Teamarbeit!

Stufe 2 – Einführung eines Taskboards

taskboard_ger

Auf einem Taskboard an der Wand wird für jeden transparent dargestellt, wer gerade an welcher Aufgabe arbeitet. Aufgaben werden jeden ersichtlich und Bottlenecks gefunden. Zur Benutzung dafür werden Post-Its empfohlen auf den geschrieben wird (Aufgabe, Name, Zeit) und in die drei Spalten „Offen“, „In Arbeit“, „Erledigt“ sortiert werden. Alles „In Arbeit ist einen verantwortlichen Mitarbeiter zugeordnet. Falls eine Aufgabe längere Zeit in der „In Arbeit“-Spalte hängt, kann nun jeder helfend eingreifen und fragen, wie er unterstützen kann.

Task_anfassen

Empfehlung: Boards zum ANFASSEN

Stufe 3 – Feedbackzyklus zwischen 2-4 Wochen etablieren

In einer Retrospektive reflektiert das Team die letzten Wochen. Was lief gut? Was kann verbessert werden? Aus jedem Reflexionsprozess sollten ein bis drei Verbesserungsmaßnahmen entstehen. Die Punkte werden in den folgenden 2-4 Wochen umgesetzt und so der Prozess im Team stetig verbessert.

einTeam_pic

Schlusswort

Mit diesen kleinen Schritten in Richtung Agilität sollte bereits ein erster Effizienzgewinn im Unternehmen spürbar und vor allem messbar sein. Außerdem lassen sich auf dieser Basis zum späteren Zeitpunkt nahtlos bekannte Frameworks aufsetzen. Mein abschließendes Fazit dazu lautet: Agilität wird nicht „top-down“ eingeführt, wenn erforderlich kann man auch andere Wege nehmen, ist aber eher nicht zu empfehlen. Um die Einführung zum Erfolg zu führen und stetige Verbesserungen anzustreben, ist die Zusammenarbeit und das Verständnis aller erforderlich.

Agilität löst keine Probleme, es macht Sie sichtbar.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s